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Aus meiner Sicht (Club-Besucher, kein Veranstalter) kann ich folgendes dazu sagen.

1. Die Clubs sind hässlich.
Fast alle sind nicht besonders schön, haben kein Ambiente, keinen Style. Ich war in Clubs von Hamburg bis Kapstadt, von Bangkok bis San Francisco, habe wirklich viel Erfahrung. Und irgendwie ist das alles immer so improvisiert und oft schmuddelig. Viele Salseros hätten eben gern auch mal ein nettes Ambiente.

2. Salseros sind geizig
Getrunken wird so gut wie gar nichts und wenn, dann Wasser auf dem Klo. Das geht natürlich gar nicht und macht es für Veranstalter schwierig, schöne Locations, gute DJs und guten Service anzubieten. Bei 3 Euro Eintritt stöhnen die Leute schon, 20 Euro für ein Konzert will keiner ausgeben und überhaupt: jeder muss irgendwie immer auf die Gästeliste und bloß nichts bezahlen!

3. Die DJs sind langweilig
Meist wird die immer gleiche Musik gespielt, viele Songs höre ich mit 100%-iger Sicherheit schon seit 10 Jahren jeden Abend in jedem Club. Anstatt auf das vermeintlich Bewährte zu setzen, sollten man ruhig mal ein bisschen mutiger sein und neue Bands, alte unbekannte Klassiker spielen und einen eigenen Style entwickeln.

4. Die Szene ist arrogant
Ich hätte schon viel öfter mal Leute in Clubs mitgenommen, die mit Salsa nichts am Hut haben, wenn es für sie eben auch mal gute Musik gegeben hätte. Warum muss es immer Salsa, Bachata, Merengue sein? Musik also, zu der man nicht einfach mal "normal" tanzen kann. Ein bisschen Latino-Pop/HipHop, gern auch Latino-Chart-Musik macht jeden Laden auch für Neulinge attraktiv.

5. Es war damals eben nur ein Hype
Der Salsa-Hype fing 1999 mit dem Film Buena Vista Social Club an und nahm dann bis ca. 2006 seine Lauf. Kuba war in aller Munde, es folgten ähnliche Filme, die kubanischen Tanzshows tourten um die Welt. Da wollte jeder dann irgendwie mal mitmachen und viele Leute sind nach ein paar Jahren wieder abgesprungen, weil Salsa eben doch nicht so ganz einfach ist.

6. Keiner versteht etwas von Marketing
Top-Konzerte sprechen sich nur über Mundpropaganda rum, die Websties der Clubs werden nicht aktualisiert, die der Schulen und Festival sind grafisch eine Katastrophe und Benutzerfreundlichkeit ist ein Fremdwort.

Soweit meine Meinung, bewusst überspitzt, um die Diskussion vielleicht anzufachen