Tanzen mit besseren Damen

      Tanzen mit besseren Damen

      Hallo,

      auf salsaforums.com habe ich einen interessanten Thread gefunden, den ich für übersetzenwert halte.

      nycsalsero schreibt:
      "Dies ist mir öfters passiert: Ich frage eine sehr gute Salsera, ob wir tanzen wollen, und sie ist einverstanden. Aber sobald sie merkt, dass ich erst Mittelstufe bin, wird sie sichtbar gelangweilt und manchmal sogar ablehnend.

      Das macht mich tatsächlich ZU EINEM SCHLECHTEREN TÄNZER. Es ist so, also ob ihre negative Energie mich zurückhält, und es wird schwierig, eine gute Verbindung für die Salsa-Figuren aufzubauen. Ich habe bessere Tänze mit Mittelstufesalseras, die mir eine Chance geben, als mit offensichtlich großartigen Tänzerinnen, die auf der Tanzfläche nicht nett zu mir sind.

      Meine Frage ist: Wäre es eine Verletzung der Salsa-Etikette, den Tanz mit einer Lady mitten im Tanz zu unterbrechen, wenn klar ist, dass sie sich langweilt und keinen Spaß hat?"

      alindo antwortet:
      "Du wirst feststellen, dass Leute sich oft so verhalten, und man muss darauf vorbereitet sein. Ich bin sicher, dass es nichts Persönliches ist, sie findet Dich an sich nicht langweilig, aber es stört die Tatsache, dass sie nicht so tanzen kann, wie sie es gewohnt ist.

      Dennoch sollte sie den Tanz zu einem genussvollen Moment machen und nicht zu einer Pflichtübung. Sie ist offensichtlich noch keine fertige Tänzerin, auch wenn sie Dreifachdrehung usw. kann. Eine komplett ausgebildete Tänzerin kann die Musik und den Tanz selbst mit einem Neuling genießen, auch wenn sie nur Basics tanzt.

      Was das Beenden des Tanzes angeht, finde ich das OK. Es gibt keinen Vertrag, der Dich verpflichtet, zu beenden, was Du angefangen hast... Würde ich selbst den Tanz früher beenden? Wahrscheinlich nicht ..."

      Arc schreibt:
      "Es ist üblich, dass gute Tänzer sich mit durchschnittlichen langweilen.

      Genauso bei den Männern: Wenn ich eine Frau auffordere und merke, dass sie keiner meiner Figuren folgen kann, wird es halt einfach langweilig, weil ich nur Basiszeug tanzen kann. Ich habe keinen Spaß, sie hat keinen Spaß, uns is beiden langweilig, aber die Höflichkeit gebietet, nicht in der Mitte des Liedes wieder aufzuhören. Ich schaue halt erst mal einige Minuten, wer wie tanzt, und fordere dann Leute in meinem Level auf."

      Wie ist es bei Euch? Welche Erfahrungen habt Ihr als Herren mit besseren Damen oder als Damen mit noch nicht so gut tanzenden Herren gemacht? Oder anders herum? Und würdet Ihr einen offensichtlich langweiligen Tanz unterbrechen? Oder auch mal froh sein, wenn ein Herr den Tanz beendet?

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      Ich denke, (fast) jeder von uns hat diese Situation schon hinter sich... und zwar aus beiden Sichten... :]

      Ich erinnere mich nur allzu gut an die Geduld so einiger Tänzer, die mir die ersten Schritte beigebracht haben... Respekt... ob ich sie mit mir selber gehabt hätte, ist die zweite Frage...

      Dennoch denke ich, dass auch ich definitiv oft die Geduld gehabt habe, mit Tänzern zu tanzen, die bei weitem nicht so weit waren und wo ich so manchesmal gedacht habe "Herr im Himmel, lass dieses Lied endlich zu Ende sein!", aber ich denke, diesen Gedanken werden wiederum andere bei einem Tanz mit mir gehabt haben. :D

      Einen Tanz mitten im Lied zu beenden, schickt sich nicht. Das tu ich nur im äussersten Notfall - sollte ich aus irgendwelchen gesundheitlichen Gründen nicht mehr können, sollte der Typ mich blöde anmachen oder vollkommen den Takt verfehlen (in dem Fall habe ich auch schon mal durchgehalten, habe aber auch schon einmal gesagt, dass es vielleicht für uns beide sinnvoller wäre, den Tanz zu beenden).

      Jeder von uns war mal ein blutiger Anfänger und weiss, dass man sich so einiges erarbeiten muss.
      Ich werde niemals vergessen, wie ich auf meinem allerersten Festival nach knapp einem Jahr Tanzens (und das ohne viel NY) von Frankie Martinez aufgefordert wurde - nicht einmal ahnend, dass der junge Mann ausschliesslich "on 2" tanzt.
      Es war bestimmt nicht einfach, und doch hat er mir soviel Auftrieb gegeben, zumal er ein Lächeln im Gesicht hatte, dass mir zumindest den Anschein gab, er hätte Freude daran (vielleicht war es auch nur ein Lächeln über mich, hehe).

      Ausserdem können viele Tanzlehrer (die nun mal weit über meinem Niveau stehen) sich auf nicht ganz so professionelle Tänzer gut einstellen... Klar gibt es leider auch das Gegenteil, aber Fakt ist, dass ich mit Eugene Leito, Jhesus Aponte, Luis Vazquez, etc. Tänze hatte, um die ich sie nicht gebeten habe, wohlwissend, dass sie mit mir getanzt haben, weil man sich eben gut kennt und schätzen gelernt hat, nicht aber, weil sie mich tänzerisch für etwas Besonderes halten.

      Kann man damit nicht umgehen, sondern langweilt sich selbst dann beim Tanzen, sollte man eben doch eher den Vorschlag von "Arc" beherzigen und sich die ganze Szenerie erstmal anschauen, bevor man ins Fettnäpfchen tritt... ;)
      Das absolute Wissen führt zu Pessimismus; die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      ... aus meiner sicht??

      viele der männer sind mit sicherheit gelangweilt, wenn sie mit mir tanzen. sei es, da ich nicht auf ihrem level tanze, weil ich den tag schlecht drauf bin, ich sie gefragt habe und sie es aus "höflichkeit" tun oder sie mich persönlich nicht so spannend finden oder bei einem nicht landen können.

      aber einen tanz abzubrechen, weil man gelangweilt ist?! dann hätte man besser nicht ja sagen sollen, außer natürlich man kennt sein gegenüner nicht. ich möchte nicht wissen, wie oft ein herr sich mit mir schon gelangweilt hat, weil ich mal wieder aus dem takt gekommen bin oder den einstieg nicht gefunden hab. aber die sache ist auch, daß man oft durch eine gelangweilte mine verunsichert wird und dann auch selbst nicht mehr so unbefangen und mit spaß tanzen kann, wie man das eigentlich tut. man fängt an zu grübeln, überlegen und bewegungen zu erwarten, was dann aber nicht kommt und es wird noch unsicherer.

      und nein, normalerweise breche ich einen tanz nicht ab. es sei denn, wie eva sagt, die person kommt mir dumm, was ich auch schon erlebt hab. und meistens sehe ich ablehnend oder gelangweilt aus, wenn ich mich konzentriere oder unsicher bin. ist also nicht immer ein zeichen des gelangweilt sein, sondern ein versuch mit einer person gut tanzen zu wollen und sich selbst unter druck setzen.

      @eva
      und nein, manche leute wissen nicht mehr, daß sich auch mal angefangen haben zu tanzen, oder das andere nicht die gleichen möglichkeiten oder interessen haben ;)
      ich wünsch dir eine gute reise!
      Fand das Thema bei "Salsaforums" auch sehr interessant, leider dürfte mein Englisch allerdings nicht auf dem Level sein, um da tatsächlich mitreden zu können... Also versuch ichs mal hier :] (übrigens, wenn ich mich recht erinnere, kommt das Thema so oder so ähnlich in den englischsprachigen Foren in regelmäßigen Abständen auf - scheint also recht viele zu beschäftigen)
      Ich denke das, was NYSalsero und einige andere beschrieben haben ist eher ein Phänomen, das in unsere "Breitengraden" so eher seltener auftritt - nämlich daß eine Dame tatsächlich mit der Begründung ablehnt, daß sie nicht mit Anfängern tanzen. Da scheint die NY-Szene tatsächlich sehr viel härter zu sein...

      Also als erstes denke ich, daß den Tanz mitten im Lied abzubrechen nur in äußersten Notfällen ok ist - und dazu gehört "Langeweile" aus meiner Sicht nicht.
      Ich denke, die fünf Minuten, die so ein Lied im Durchschnitt dauert kann man meist aushalten.
      Wenn die "connection" zwischen den Tänzern partout nicht aufkommen will, hat man noch immer (beiderseits) die Möglichkeit etwas mehr Shines zu tanzen ... :rolleyes:

      Um ehrlich zu sein finde ich persönlich, daß Tänze mit Anfängern, die tatsächlich nicht viel mehr als Basic, Rechtsdrehung und CBL können, der Dame eigentlich nichts ausmachen dürften, ja gar manchmal sehr angenehm sind! :)
      Etwas schwieriger ist es allerdings manchmal mit intermediate-Salseros, die schon einiges an Figuren gelernt haben und wissen, daß es sowas wie Double- und Triple-Spins gibt, denen es allerdings noch an Übung fehlt...
      Aus meiner Erfahrung sind das dann die Tänze, bei denen man sich manchmal zusammenreißen muß - denn einige dieser Herren fangen dann an, alles auszuprobieren, was sie jemals gesehen oder gelernt haben - und das ist manchmal schmerzhaft oder gefährlich für die Dame. :( Zumindest habe ich diese Erfahrung schon ein paar mal gemacht...
      Allerdings gibt es da doch eigentlich immer die Möglichkeit, das dem Herren irgendwie sanfter zu vermitteln...

      P.S.: kleiner Nachtrag:
      übrigens, aus den Gründen, die NYSalsero beschrieben hat, fordere ich persönlich doch so gut wie nie (außer in allerseltensten Fällen, wo ich es mir nicht verkneifen kann) die sehr guten Tänzer auf Kongressen auf...
      Zwar bin ich mir sicher, daß die meisten von ihnen so höflich wären, sich das nicht anmerken zu lassen - aber es wäre mir doch unangenehm, sie zu langweilen...
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      Originally posted by Kerstin
      aber einen tanz abzubrechen, weil man gelangweilt ist?!


      Also ich glaube, darum ging es in dem Beitrag gar nicht.

      Die Situation ist die, dass nycsalsero den Eindruck hat, die Dame langweilt sich, während er vergeblich versucht, ihr sozusagen "etwas zu bieten". Und er fragt, ob es in dem Fall OK ist, den Tanz zu beenden, um sie nicht weiter zu "unterfordern".

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Hannes“ ()

      Ähm...jepp...stimmt ja...bin auch irgendwie "abgedriftet"... :rolleyes:

      Aber hier gilt, denke ich "gleiches Recht für alle"...
      Also ich denke, es wäre ebenfalls im äußersten Notfall eine legitime Lösung - sprich die Dame müßte schon ziemlich unhöflich gewesen sein und ihre Langeweile allzu offensichtlich deutlich gemacht haben, um diesen Schritt zu rechtfertigen, oder?
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      Mir scheint, als ob diese zusätzliche Frage nach dem Abbrechen des Tanzes das eigentliche Thema verdeckt hat. Das besteht ja mehr darin, dass nycsalsero sich mit besseren Tänzerinnen unwohl fühlt - was ihn dann beim Tanzen behindert.

      Sonst weiter keine Meinung dazu?

      Also, ich kann das sehr gut nachvollziehen (nicht das Abbrechen eines Tanzes!!!). Mir geht es eigentlich immer so, dass ich mich mit Damen, von denen ich weiß, dass sie gut tanzen, nicht richtig wohl fühle. Ich weiß auch nicht warum, aber es kommt Stress auf, eine Art Leistungsdruck. Das muss nicht immer von der Dame beabsichtigt sein ... wenn ich andererseits auch manchmal schon das Gefühl hatte, jetzt werde ich "getestet".

      Entweder verweigere ich mich dem. Das sieht dann so aus, dass ich versuche, den Druck abzuschütteln und der Versuchung zu widerstehen, irgendwie glänzen zu wollen. Mit anderen Worten, ich tanze erst recht Basics. Was vielleicht mal ganz schön, aber zugegebenermassen für die Dame auf die Dauer nicht unbedingt spannend ist.

      Oder ich nehme es als Herausforderung und drehe auf. Da ich aber nicht unbedingt immer in der Stimmung fürs Aufdrehen bin, kann das mal gutgehen, mal aber auch nicht. 8) Und wenn nicht, dann tanze ich weeeeeeeit unter Niveau ... richtig grottig. :schlecht:

      Mann, bin ich heute wieder ehrlich ... :D :rolleyes:

      Im Großen und Ganzen fühle ich mich so oder so nicht wohl und nach einigen Versuchen in der Richtung vermeide ich es inzwischen meistens, Damen aufzufordern, bei denen ich mich in Stress versetzt fühle.

      Weitere Meinungen?

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      Ich denke, diesen Leistungdruck zu verspüren ist absolut normal, wenn man gewisse Ansprüche an sich selbst oder sein Können stellt.
      Kann ich gut nachvollziehen - vor dem Können einiger Leute hat man so viel Respekt, daß man vielleicht versucht ist, sich selbst (oder dem anderen?) etwas zu beweisen...
      Für mich persönlch ist das "Gelingen" eines Tanzes von weit mehr als bloßem "Können" abhängig - die Verbindung muß einfach stimmen...
      Aus meiner Erfahrung ist dies meist nicht mehr möglich, nachdem man innerlich schon mit Fragen wie "hoffentlich hat er/sie jetzt auch Spaß beim Tanzen mit mir" beschäftigt ist... Dies abzustellen vermag man aber leider auch nicht so richtig.
      Habe auch schon das eine oder andere Mal, wo es mir vielleicht wichtig gewesen wäre, das Gefühl gehabt "versagt" zu haben - besonders wenn man weiß, daß es grade an der eigenen Einstellung liegt ein ganz mieses Gefühl...
      Umso großartiger ist es jedoch, wenn es, trotz anfänglicher Befürchtungen oder des "Respekts" den man vor dem Tanz hatte, plötzlich wunderbar läuft!

      Und ich glaube, das ist tatsächlich eine Frage des unbefangenen Herangehens! Womöglich ist dies grade für die Männer schwieriger als für Frauen, denn schließlich sind sie ja für die "Gestaltung" des Tanzes verantwortlich...
      Aber ich glaube, daß man an dieser Aufgabe, nämlich der Bewältigung des "Stress-Faktors" :rolleyes: durchaus wachsen kann! Zumindest ich persönlich fände es schön, de inneren Schweinehund in solchen Augenblicken überwinden zu können!

      So, das war jetzt auch ehrlicher als mir lieb ist - also schnell posten, bevor ich es mir anders überlege! :D
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      Dann werde ich auch mal meinen Senf dazu geben ..

      Ich bin generell einer, der erstmal beobachtet, bevor er auffordert. Bessere Ladies fordere ich allerdings meist nur dann auf, wenn ich sie kenne bzw. wenn es denn mal eine gibt, mit der ich unbedingt tanzen möchte - auch auf die Gefahr hin, sie zu langweilen.

      Ich habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass ich meist mehr Spaß mit Damen auf meinem Level oder kurz darunter habe, als mit denen, die wesentlich besser sind - ausgenommen Bekannte, wo es mir und ihnen egal ist, weil die Chemie dann meist stimmt, einige davon auch hier aus dem Forum.
      Kann *SiA* nur zustimmen! Wenn die Dame auf meinem Level oder kurz darunter ist dann macht es am meisten Spass. Falls die Dame wesentlich besser ist dann muss ich sie schon kennen und die Chemie stimmt oder ich mache so ähnlich wie Hannes indem ich viel Basic tanze bzw. nur 4-5 einfache Figuren mache wo ich mir 90% sicher bin, dass ich sie auch fehlerfrei umsetzen kann und dazu kaschiere meine Unsicherheit durch verschiedene Arten vom CBL :D
      Ja, und ich auch Senf dazugebe :D

      Früher war das genauso, wie unten beschrieben bei mir X(.

      HABE ES DER DAME IMMER RECHT MACHEN WOLLEN

      und erst recht einer,die besser tanzt als ich (wenn ich mich überhaupt getraut habe, sie aufzufordern)

      Mittlerweile ist es nicht mehr gar so schlimm. Aber das Grundgefühl ist immer noch da. Doch ich habe mir vorgenommen etwas "dagegenzuhalten":

      -wenn ich merke, dass sie sich "langweilt", dann tanze ich eben was geht und "nutze" sie aus, um meine Figuren zu üben (schließlich habe ich nicht immer eine Tanzpartnerin, mit der ich üben kann). Sie ist dann eben nur noch ein Objekt, denn sie sieht in mir keinen Menschen, sondern einen, der es ihr recht machen soll...grummel. Jawoll (weiss. bin jetzt zickig, aber so kann ich auf die "Sachebene" runterkommen und tanze trotzdem noch für mich befriedigend)

      -wenn sie Spass hat, dann bin ich vorsichtiger und habe natürlich Angst, was falsch zu machen, aber versuche ein gemeinsames Feeling zu erreichen. Ja, es gibt sie, die hervorragenden Tänzerinnen, die auch mit "schlechteren" Tänzern Spass haben !!

      -wenn sie zu "bockig" ist, dann beende ich säuerlich den Tanz und strafe sie mit bösen Blicken, da wenn man sich nicht kennt, man ja schließlich dieses Abenteuer eingegangen ist und dann sollte man nicht so enttäuscht tun...wenn es mal nicht gut läuft.
      Denke, diese Art von Frauen ist sehr unsicher und verkauft sich mit Arroganz....naja...eine Empfehlung für den Psychotherapeuten wäre sichter angesagt :tongue:
      Also, wenn ich das richtig sehe, stellt sich bislang heraus, daß im Normalfall Herren eher Damen auf ihren "Level" oder etwas "darunter" bevorzugen...
      Außer es handelt sich bei der Dame um eine (gute) Bekannte, mit der die Chemie sowieso stimmt...

      Von meinen Beobachtungen her hatte ich bisher das Gefühl, daß es sich bei den Damen grundsätzlich eher andersherum verhält...
      Die meisten tanzen gern mit Herren, die etwas mehr "drauf haben" als sie selbst. Aber auch mit Herren, die noch etwas weniger können haben die meisten Damen Spaß beim Tanzen - sofern diese eine angenehme Führung haben und der Dame ein angenehmes Gefühl vermitteln...

      Aber woran liegt dieser Unterschied?
      Ist der Grund wirklich nur die Tatsache, daß der Herr nun mal den Tanz bestimmen muß und daher der Dame grundsätzlich etwas überlegen sein sollte?
      Oder ist vielleicht auch die Unsicherheit der Salseros etwas größer als die der Ladys?

      Soll keine rhetorische Frage sein - sondern würde micht wirklich interessieren, ob das so ist und wenn ja, woran das wohl liegen mag!
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      Originally posted by desconocida

      Von meinen Beobachtungen her hatte ich bisher das Gefühl, daß es sich bei den Damen grundsätzlich eher andersherum verhält...
      Die meisten tanzen gern mit Herren, die etwas mehr "drauf haben" als sie selbst. Aber auch mit Herren, die noch etwas weniger können haben die meisten Damen Spaß beim Tanzen - sofern diese eine angenehme Führung haben und der Dame ein angenehmes Gefühl vermitteln...


      Ist doch gar nicht andersherum oder? Wenn die Herren gerne mit den Damen tanzen, die leicht weniger können oder die Damen lieber mit dem Tanzpartner der mehr kann dann ist das die gleiche Ausgangssituation oder?

      Der Herr darf grundsätzlich beim Tanzen nicht patzen und die Dame schon. Wenn man mit der unbekannten Dame tanzt und schon am Anfang ein paar Fehler macht dann tanzt sie nie wieder mit dir und wenn die Dame patzt dann ist es meistens nicht so schlimm.
      Original von cyquest

      Der Herr darf grundsätzlich beim Tanzen nicht patzen und die Dame schon. Wenn man mit der unbekannten Dame tanzt und schon am Anfang ein paar Fehler macht dann tanzt sie nie wieder mit dir und wenn die Dame patzt dann ist es meistens nicht so schlimm.


      Tja, und eben das ist meiner Meinung nach ein Irrtum, denn ungeachtet dessen, wer jetzt besser ist und wer schlechter - zählen Damen, soweit mir bekannt ist, nicht die Fehler der Herren!
      Davon abgesehen, finde ich es auch sehr schwer zu sagen, was ein Fehler ist und was nicht... Beim Social zumindest - denn da WILL ich es gar nicht beurteilen - es interessiert mich schlichtweg nicht!!! Dazu ist Training und Tanzkurs da!
      Wenn eine Figur mal nicht geklappt hat, wird man doch meistens geneigt sein, das nicht als "Fehler" eines der Tanzpartner anzusehen - sondern eher als "Mißverständnis"!
      Passiert in den besten Familien - und hat eben nicht einfach was mit dem Level zu tun - es gibt ja auch genug Fälle, wo ein Tänzer vielleicht gehr gut ist, eine bestimmte Dame mit seiner Führung aber dennoch nichts anfangen kann - die liegt ihr eben einfach nicht... Oder die Tagesform des einen oder des anderen stimmt eben nicht

      Also sollte das Tanzen bei irgendwem tatsächlich darauf hinauslaufen, am Ende Buch über die gemachten "Fehler" zu führen - dann sollte man vielleicht lieber zu einem anderen Hobby greifen - vielleicht einem, das sich etwas besser quantitativ beurteilen läßt - Weitsprung, vielleicht? :rolleyes:
      Ich finde, daß das, was am Ende entscheidet, ob man nun den Tanz genossen hat oder nicht, bei weitem nicht die "Fehlerquote" ist - sondern - ok, schon zig Mal wiederholt - das Gefühl und die Stimmung!

      Und wenn man schon dabei ist, muß man auch sehen, daß Frauen, wenn es danach geht, keineswegs unter einem geringerem Druck stehen als Herren - denn schließlich, wenn sie schon mit jemandem tanzen, der "besser" ist als sie, wollen sie auch wieder aufgefordert werden! ;)

      Und trotz des, na sagen wir mal, "Leistungdruckes" scheinen die meisten äußerst gern mit guten Herren zu tanzen - anders kann ich mir die Warteschlangen vor besonders guten Tänzern auf Kongressen nicht erklären! Und darin sehe ich eben diesen Unterschied!
      Es scheint tatsächlich für beide gewisserweise mit "Leistungsdruck" verbunden zu sein - nur scheinen die Damen diesen tendenziell eher zu suchen, während die Herren diesem eher aus dem Weg gehen...

      Zumindest verstehe ich die Argumentation so...
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „desconocida“ ()

      Originally posted by desconocidaAber woran liegt dieser Unterschied?
      Ist der Grund wirklich nur die Tatsache, daß der Herr nun mal den Tanz bestimmen muß und daher der Dame grundsätzlich etwas überlegen sein sollte?
      Oder ist vielleicht auch die Unsicherheit der Salseros etwas größer als die der Ladys?


      Da kommen wir glaube ich langsam zum Kern der Sache.

      Meine Erfahrung ist die, dass ich nur dann gut führen kann, wenn ich eine gewisse Sicherheit habe. Wenn ich mir meiner Sache sicher bin, dann kann ich sehr spontan mit der Führung spielen, improvisieren, aus mir rausgehen. Es geht fast wie von selbst.

      Das ist aber sofort vorbei, wenn ich durch irgendwelche Faktoren meine Sicherheit verliere. Dann wird es mühsam, weil ich innerlich nicht nur mit dem Tanzen beschäftigt bin, sondern auch noch mit Stress. Patzer schleichen sich ein. Wenn die Dame darauf genervt oder gelangweilt reagiert, gerate ich erst recht ins Schwimmen, ins Rudern, es klappt immer weniger. Ich verliere meine Kreativität. Ich tanze nicht nur ein bisschen schlechter, sondern unverhältnismäßig viel schlechter. Und muss danach erst einmal wieder mit einer Partnerin tanzen, bei der ich mein Selbstvertrauen regenerieren kann.

      Das ist jetzt extrem ausgedrückt, viel extremer als es in der Realität ist ... um deutlich zu machen, was ich meine. Es geht um die Tendenz.

      Somit tanze ich oft mit einer noch nicht so fortgeschrittenen Dame meistens besser als mit einer, die schon weiter ist. Ausnahme: Die Damen, die sich voll auf meine Führung einlassen und darauf, mit mir hier und jetzt zu tanzen. Die können so gut sein, wie sie wollen, es klappt immer.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Hannes“ ()

      @ des:
      Hast absolut recht. Es ist echt schwer zu sagen was ein Fehler ist und was nicht. Wenn die Figuren schief laufen dann ist es meistens ein Mißverständnis aber wenn der Herr 1-2 mal aus dem Takt fliegt dann wird es oft als 'Fehler' angesehen...so ist meine Partyerfahrung und dann kann man die Dame meistens vergessen wenn man sie nicht kennt :rolleyes: In der letzten Zeit fliege ich zum Glück sehr sehr sehr selten raus bzw. gar nicht aber trotzdem, wenn ich mit einer starken Tanzpartnerin, die ich nicht kenne, mal tanze, dann bin ich meistens aufgeregt und dann mache ich automatisch nur einfache Sachen um 100% im Takt zu sein und vielleicht dann bei der zweiten Party erst die komplizierten Figuren ausprobiere, weil ich dann die Dame schon kenne ;)

      Es sind sehr viele Faktoren im Spiel wenn man zum ersten mal zusammen tanzt aber es ist öfter so dass die Herren ganz locker reagieren falls die Dame mal nicht im Takt ist aber es gibt natürlich Ausnahmen. Nur aus meiner Erfahrung reagiren fast alle Damen (sogar die Damen, die selbst grade so die Grundschritte kennen) sehr negativ und genervt falls der Herr mal den Takt verliert. Ich kann das aber auch irgendwo verstehen. Wenn der Herr nicht im Takt ist dann kann er die Dame in diesem Moment dann nicht mehr führen.

      Ich würde sagen dass die Herren bis zur Mittelstufe eher mit der Damen tanzen die leicht schwächer sind (obwohl schwach oder stark ist so eine Sache) und ein Tänzer der viel Erfahrung hat, hat keine Schwierigkeiten die Dame, die noch besser tanzt, zu beschäftigen und fehlerfrei zu tanzen aber trotzdem ist er meistens aufgeregt. Und wenn die Dame dazu noch extrem gut aussieht dann wird die Sache noch komplizierter :P

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „cyquest“ ()

      cyquest

      ich lese "die Dame beschäftigen"...sind wir Männer etwa Beschäftigungstherapeuten? :D

      Wie wäre es denn, wenn wir die "super Tänzerin" mal zu unseren Gunsten "nutzen" würden. Es ist doch so wie, wenn man immer einen "alten Wagen" fährt, und plötzlich in einem Sportwagen sitzt. Da braucht man nur kurz das Gaspedal antippen, schon springt das Teil los, und man erschrickt sich :tongue:

      Oki, die "nicht so guten Tänzerinnen", wer auch immer sich jetzt angesprochen fühlt, sollen dies jetzt nicht zu persönlich nehmen.

      An so einen Sportwagen muss man sich erstmal gewöhnen. Aber wir setzen uns ja nicht in den Wagen, um es dem Wagen recht zu machen, sondern selber eine Menge Spass zu haben....

      So..können wir weniger guten Männer es doch auch mal sehen. Wir nutzen die "super Tänzerin" dazu aus, mal endlich das alles auszuprobieren, was bei den "schlechteren" nicht klappt. Und wenn wir eben das Gaspedal mal zu heftig getreten haben, oki, dann werden wir beim nächsten Mal halt behutsamer sein :) Nur so kann man lernen, mit einer "sehr guten Tänzerin" zu tanzen.

      Aber wenn man immer das Gespenst des "Gefallens" mit sich herumträgt...dann wird man immer ein wenig Angt haben, bei einem Hobby, das man doch eigentlich aus Lust zum Bewegen und Geselligsein macht. Oder?

      LG
      Christian
      @ cd

      Dein Beispiel mit dem Sportwagen hat mir so gut gefallen, dass ich dazu nur einen Denkanreiz geben möchte... Oder besser gesagt MEIN Statement abgeben möchte...

      Ich bevorzuge es bei weitem, mit einem "alten Schrotthaufen" zu sitzen, in Ruhe meine Runde zu drehen, dabei zu strahlen und die Musik zu geniessen... und es zu geniessen, bei diesem Genuss beobachtet zu werden ;) :] , als mich in einen Sportwagen zu setzen, "Stress" zu haben und den Leuten dabei aufzufallen, wie ich mich abracker, den Wagen unter Kontrolle zu kriegen... :P
      Ich will ja schliesslich Spass haben... Richtig? :D

      Generell gesehen muss ich allerdings des zustimmen, dass es immer eine Sache der täglichen Kondition ist... Stimmt die, ist man gut drauf, ist man zu ganz anderen "Sachen" fähig als an den Tagen, wo man einfach neben sich steht.

      Solltet Ihr Männer wirklich unter Druck stehen, mein Gott, jeder Mensch ist eben nur ein Mensch und nicht Gott... Wir machen alle Fehler. Hat mich noch nie daran gehindert,mit jemandem wieder zu tanzen (ok, es sei denn, der Mann ist voll aus dem Takt).
      Das absolute Wissen führt zu Pessimismus; die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph