sir_google,
ich bin sehr für einen gepflegten Austausch von Meinungen ... aber bitte lege mir keine Äußerungen in den Mund oder was Du vermutest, was meine Meinung wäre. Da liegst Du teilweise sehr verkehrt.
Musikmachen mit dem Computer so wie Du es machst ist die moderne Form der Hausmusik, früher hat man Klavier gelernt oder Flöte, heute bewegt man Loops hin und her und freut sich daran. Ich sage das gar nicht ironisch, sondern es ist eine aktive Form, sich mit Musik zu beschäftigen. Du hast Deine Freude, und das ist SUPER, wirklich.
Bitte sei jetzt nicht beleidigt, wenn ich sage, es ist ein reines HOBBY. Das ist bitte überhaupt nicht als Abwertung gemeint. Hobbymusiker sind in der Regel unangenehm berührt, wenn man ihnen das sagt, aber ich denke die meisten hier sind Hobbytänzer, also HOBBY = gut!
Für mich war Musik auch ein Hobby, als Kind und Jugendlicher jahrelang. Ich habe dann, obwohl ich nicht wusste, was daraus wird, insgesamt zehn Jahre studiert, Musik und Physik (brauche ich heute beides im Studio). Habe gespielt und gespielt, mich von Auftritt zu Auftritt gehangelt, irgendwann angefangen zu schreiben und produzieren. Es hat insgesamt über 20 Jahre gedauert, bis ich von der Musik voll leben konnte, und ich hätte es mir mit einem anderen Beruf bestimmt einfacher machen können. Aber so langsam kommt eines zum anderen, und es erscheint Licht am Horizont
Durchschnittlich arbeite ich pro Tag 10 Stunden und lerne täglich etwas dazu. Und natürlich nutze ich voll, was mir an neuester Technologie zur Verfügung steht. Ist doch klar. Ich lasse mich davon aber nicht blenden.
Also eigentlich sind wir nicht so verschieden, ausser dass ich irgendwann beschlossen habe, alles auf eine Karte zu setzen und das Lebensrisiko einzugehen, Berufsmusiker zu sein. Vielleicht kommt das ja bei Dir auch noch.
Nur, jetzt kommen wir zu den Unterschieden, nämlich beim Geld. Für Dich in deinem derzeitigen Stadium wäre es natürlich wunderbar, wenn Du für Dein Hobby auch noch ein wenig Geld bekommen könntest. Erfolgsunabhängig einen Studentenunterhalt. Ich gönne es Dir, aber mich würde das nicht locken, dafür habe ich viel zu viel investiert und auch auf vieles verzichtet. Musik ist mein Beruf, und ich will dafür bezahlt werden, und zwar richtig und nicht zu knapp. Siehe das Thema dieses Threads.
Jetzt will ich Dir noch sagen, warum ich nicht glaube, dass synthetische Stimmen oder Stimmextraktionen eine rasante Zukunft haben. Ganz einfach, weil darauf nicht der Schwerpunkt des Interesses liegt. Es lässt sich damit zu wenig Geld verdienen, weil die Zielgruppe lieber selber singt.
Für Leute wie Dich wäre das interessant, denn Du hast kaum die Möglichkeit, selbst in professioneller Qualität aufzunehmen, es sei denn Du gehst in ein Studio (was übrigens nicht so teuer ist, wie Du vielleicht meinst, die Preise gehen ab 30 oder 40 EUR in der Stunde los und Du bekommst dafür wirklich viel an Gegenwert). Also sagst Du Dir, kaufe ich mir doch lieber diese Software und ziehe einen Loop von Phil Collins.
Aber was glaubst Du, wie viele Leute es gibt, die lieber selber singen wollen. Und die meisten haben auch ein Anliegen, Texte, die sie rüberbringen wollen. Die wollen ihre Meinung zum Ausdruck bringen, und das geht mit der eigenen Stimme meistens besser. Es geht um das Thema Energie, und gute Musik braucht jemanden, der eine Botschaft rüberbringen will. Musik muss man leben, sonst bleibt sie blass. Und deswegen glaube ich, es wird mit dieser Software so sein wie mit vielen anderen auch, alle fünf Jahre kommt mal ein merkbares Update aber wirklich viel passiert nicht.
Gestern habe ich eine Reportage über Metallica gesehen. Ob man das mag oder nicht, die Jungs leben ihre Musik. Voll und ganz. Deshalb haben sie auch den Erfolg, nicht weil sie welche sind, die es irgendwie schaffen "wie Metallica zu klingen", sondern sie sind es. Das erreicht man nicht, wenn man die Kopie von einer Kopie von einer Kopie ...
ich bin sehr für einen gepflegten Austausch von Meinungen ... aber bitte lege mir keine Äußerungen in den Mund oder was Du vermutest, was meine Meinung wäre. Da liegst Du teilweise sehr verkehrt.
Musikmachen mit dem Computer so wie Du es machst ist die moderne Form der Hausmusik, früher hat man Klavier gelernt oder Flöte, heute bewegt man Loops hin und her und freut sich daran. Ich sage das gar nicht ironisch, sondern es ist eine aktive Form, sich mit Musik zu beschäftigen. Du hast Deine Freude, und das ist SUPER, wirklich.
Bitte sei jetzt nicht beleidigt, wenn ich sage, es ist ein reines HOBBY. Das ist bitte überhaupt nicht als Abwertung gemeint. Hobbymusiker sind in der Regel unangenehm berührt, wenn man ihnen das sagt, aber ich denke die meisten hier sind Hobbytänzer, also HOBBY = gut!
Für mich war Musik auch ein Hobby, als Kind und Jugendlicher jahrelang. Ich habe dann, obwohl ich nicht wusste, was daraus wird, insgesamt zehn Jahre studiert, Musik und Physik (brauche ich heute beides im Studio). Habe gespielt und gespielt, mich von Auftritt zu Auftritt gehangelt, irgendwann angefangen zu schreiben und produzieren. Es hat insgesamt über 20 Jahre gedauert, bis ich von der Musik voll leben konnte, und ich hätte es mir mit einem anderen Beruf bestimmt einfacher machen können. Aber so langsam kommt eines zum anderen, und es erscheint Licht am Horizont
Durchschnittlich arbeite ich pro Tag 10 Stunden und lerne täglich etwas dazu. Und natürlich nutze ich voll, was mir an neuester Technologie zur Verfügung steht. Ist doch klar. Ich lasse mich davon aber nicht blenden.
Also eigentlich sind wir nicht so verschieden, ausser dass ich irgendwann beschlossen habe, alles auf eine Karte zu setzen und das Lebensrisiko einzugehen, Berufsmusiker zu sein. Vielleicht kommt das ja bei Dir auch noch.
Nur, jetzt kommen wir zu den Unterschieden, nämlich beim Geld. Für Dich in deinem derzeitigen Stadium wäre es natürlich wunderbar, wenn Du für Dein Hobby auch noch ein wenig Geld bekommen könntest. Erfolgsunabhängig einen Studentenunterhalt. Ich gönne es Dir, aber mich würde das nicht locken, dafür habe ich viel zu viel investiert und auch auf vieles verzichtet. Musik ist mein Beruf, und ich will dafür bezahlt werden, und zwar richtig und nicht zu knapp. Siehe das Thema dieses Threads.
Jetzt will ich Dir noch sagen, warum ich nicht glaube, dass synthetische Stimmen oder Stimmextraktionen eine rasante Zukunft haben. Ganz einfach, weil darauf nicht der Schwerpunkt des Interesses liegt. Es lässt sich damit zu wenig Geld verdienen, weil die Zielgruppe lieber selber singt.
Für Leute wie Dich wäre das interessant, denn Du hast kaum die Möglichkeit, selbst in professioneller Qualität aufzunehmen, es sei denn Du gehst in ein Studio (was übrigens nicht so teuer ist, wie Du vielleicht meinst, die Preise gehen ab 30 oder 40 EUR in der Stunde los und Du bekommst dafür wirklich viel an Gegenwert). Also sagst Du Dir, kaufe ich mir doch lieber diese Software und ziehe einen Loop von Phil Collins.
Aber was glaubst Du, wie viele Leute es gibt, die lieber selber singen wollen. Und die meisten haben auch ein Anliegen, Texte, die sie rüberbringen wollen. Die wollen ihre Meinung zum Ausdruck bringen, und das geht mit der eigenen Stimme meistens besser. Es geht um das Thema Energie, und gute Musik braucht jemanden, der eine Botschaft rüberbringen will. Musik muss man leben, sonst bleibt sie blass. Und deswegen glaube ich, es wird mit dieser Software so sein wie mit vielen anderen auch, alle fünf Jahre kommt mal ein merkbares Update aber wirklich viel passiert nicht.
Gestern habe ich eine Reportage über Metallica gesehen. Ob man das mag oder nicht, die Jungs leben ihre Musik. Voll und ganz. Deshalb haben sie auch den Erfolg, nicht weil sie welche sind, die es irgendwie schaffen "wie Metallica zu klingen", sondern sie sind es. Das erreicht man nicht, wenn man die Kopie von einer Kopie von einer Kopie ...
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