Die Geschichte vom mexikanischen Fischer
Von Michael Vaupel
Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen
Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines
Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte.
Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Bänker
gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und
fragte, wie lange er dazu gebraucht hatte.
Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur.
Nicht lange." Daraufhin fragte der Bänker, warum er denn
nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen.
Der Mexikaner sagte, die Fische reichen ihm, um seine
Familie die nächsten Tage zu versorgen. Der Bänker
wiederum fragte: "Aber was tun sie denn mit dem Rest
des Tages?"
Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens
aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern,
mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine
Siesta, gehe in das Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen
Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich
habe ein ausgefülltes Leben."
Der Bänker erklärte: "Ich bin ein Harvard Absolvent und
könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit
Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot
kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie
mehrere Boote kaufen, bis sie eine ganze Flotte haben.
Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten sie
direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine
eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen.
Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst
kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf
verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und
vielleicht sogar New York umziehen, von wo aus sie dann
ihr florierendes Unternehmen leiten."
Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies dauern?"
Der Bänker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"
Der Bänker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste.
Wenn die Zeit reif ist, könnten sie mit Ihrem Unternehmen
an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen
und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."
Der Mexikaner sagte: "Millionen, und dann?"
Der Bänker sagte: "Dann könnten sie aufhören zu arbeiten.
Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen,
morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen,
mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen,
in das Dorf spazieren gehen, am Abend ein Gläschen Wein
genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen."
Von Michael Vaupel
Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen
Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines
Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte.
Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Bänker
gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und
fragte, wie lange er dazu gebraucht hatte.
Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur.
Nicht lange." Daraufhin fragte der Bänker, warum er denn
nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen.
Der Mexikaner sagte, die Fische reichen ihm, um seine
Familie die nächsten Tage zu versorgen. Der Bänker
wiederum fragte: "Aber was tun sie denn mit dem Rest
des Tages?"
Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens
aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern,
mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine
Siesta, gehe in das Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen
Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich
habe ein ausgefülltes Leben."
Der Bänker erklärte: "Ich bin ein Harvard Absolvent und
könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit
Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot
kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie
mehrere Boote kaufen, bis sie eine ganze Flotte haben.
Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten sie
direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine
eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen.
Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst
kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf
verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und
vielleicht sogar New York umziehen, von wo aus sie dann
ihr florierendes Unternehmen leiten."
Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies dauern?"
Der Bänker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"
Der Bänker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste.
Wenn die Zeit reif ist, könnten sie mit Ihrem Unternehmen
an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen
und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."
Der Mexikaner sagte: "Millionen, und dann?"
Der Bänker sagte: "Dann könnten sie aufhören zu arbeiten.
Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen,
morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen,
mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen,
in das Dorf spazieren gehen, am Abend ein Gläschen Wein
genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen."
Das absolute Wissen führt zu Pessimismus; die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph
Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph



