Werden jetzt viele Salsa-Seiten verschwinden???

      Hi all...
      Also da war ich so beim Surfen, um zu sehen, was in der Computerwelt so Neues gibt und siehe da was ich gefunden habe
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      Gericht verbietet Domains mit Städtenamen

      Die Verwendung der Webadresse tauchschule-dortmund.de ist unzulässig. Laut Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (OLG) liegt in der Benutzung eine wettbewerbsrechtliche Irreführung der Verbraucher. Damit gab das Gericht in zweiter Instanz der Klage der gleichfalls in Dortmund ansässigen Tauchschule Schneider statt, die vom derzeitigen Domain-Inhaber und Konkurrenten Bernd Wolsing die Unterlassung verlangt hatte.

      Zur Begründung führt das OLG an, dass die Verbraucher aufgrund der Kombination von Tauchschule und dem Städtenamen davon ausgingen, dass es sich bei dem Domain-Inhaber um den größten Anbieter von Tauchkursen in Dortmund handle, was nicht der Wahrheit entspreche. Bereits in der Vorinstanz vor dem Landgericht Dortmund hatte der Domain-Inhaber verloren. Dabei stellte sich das Landgericht auf den zweifelhaften Standpunkt, dass durch die Adressenwahl der gute Ruf der Stadt Dortmund als renommierte Sportstadt mit zahlreichen Olympiasiegern ausgenutzt werde und sich der Domain-Inhaber "mit fremden Federn" schmücke.

      Der Richterspruch aus Westfalen könnte nach Meinung von Experten eine neue Klagewelle in Sachen Domain-Recht auslösen. "Es gibt Tausende solcher kombinierter Adressen im Web. Sollten sich weitere Gerichte der Rechtsauffassung aus Hamm anschließen, müssen viele Domain-Inhaber mit Klagen der Konkurrenz rechnen", befürchtet Christian Vaulont, Rechtsanwalt in Mannheim.

      Domain-Inhaber Bernd Wolsing will sich mit dem Urteil nicht abfinden. Trotz der bereits entstandenen Anwalts- und Gerichtskosten von fast 10.000 Euro hat er Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegt. Seine Chancen stehen nicht schlecht, dass sich der Bundesgerichtshof (BGH) der Sache annimmt. Denn die Revision muss zugelassen werden, wenn die Rechtsfrage grundsätzliche Bedeutung hat. Angesichts der Vielzahl von Webadressen, die Städte- und Gemeindenamen enthalten, ist eine grundsätzliche Bedeutung nicht von der Hand zu weisen. Im Falle der Revisionsannahme landet die Frage dann auf dem Tisch des ersten Senats des BGH, der in der Vergangenheit bereits Praxiswissen und Fingerspitzengefühl in Sachen Domain-Recht gezeigt und unter anderem die Verwendung von Gattungsbegriffen als Internetadressen für zulässig erklärt hat.(Noogie C. Kaufmann) / (ad/c t)"

      Quelle
      http://www.heise.de/ vom 17.05.2003



      Das heißt erstmal, wenn auch in der dritten Instanz rechtgegeben wird, dann ist mit einer Klagewelle zu rechen und alle Seiten, die einen Städtenamen in Ihrer Webadresse haben, werden abgemahnt oder kriegen eine KLage an den Hals!

      ....wir müßten dann auf viele Seiten, wie www.hanover-salsa.de; www.braunschweig-salsa.de; www.salsa-paderborn.de; www.salsafestval-berlin.de und und und verzichten.... es sei denn sie nennen Ihre Webadresse um![edit]

      <font size="1">[ Beitrag am 19. Mai 2003 <span class="time">12:21</span> bearbeitet von <font color="red">Eddi</font> ]</font>[/edit]
      Ich glaube nicht, dass diese Geschicht durchkommen wird! Habe auch vieles drüber gelesen, denn es betrifft mich ja auch irgendwie, wie du weißt...

      Angesichts der Tatsache, dass es eine ganze Menge von hunderte und aber hunderte Internetpräsent-Besitzer/Innen im Web gibt, die ihre Internetseiten seit Jahren an irgendwelche Städtenamen drangehangen haben, werden bei der Durchsetzung dies- und solchartigen Gesetze sehr viele Provider, die solche Adressen vergeben haben ebenfalls dran genommen werden, zu mal auch viele Kunden verlieren! Dies wird ebenfalls ein finanzieller Rouiin für viele Provider sein und ich glaube nicht, dass bei der finanzielle, wie auch wirtsachaftliche Lage Deutschlands so ein Gesetz vernüftig wäre, es durch zu setzen.

      Selbst wenn es auch so sein sollte, dann werden sich wirklich sehr viele Provider und große Unternehmen, wie 1und1-Internet, Freenet, Mannesmann Arcor, Telecom und viele mehr ..., sich dagegen stellen und dies wird ganz bestimmt die Presse explodieren lassen.

      Das wäre dann einen riesigen Aufstand und ich glaube nicht, dass soetwas in Bereich der Politik in Deutschland so vernünftig wäre, es zu wollen.

      Natürlich in dem von dir erwähnten Fall, spricht einen Rechtsurteil dafür, weil der Ruf eines sehr bekannten Sportunternehmen tatsächlich ausgenutz wurde und des wegen kann ich es in dem Falle ganz gut verstehen.

      Aber ich glaube beim besten Willen nicht, dass es sich verallgemeinern lässt, oder gar im Allgemeinen durchsetzen lassen wird!

      Liebe Grüße
      Mehdi, der Salsatiger
      Liebe Grüße
      Mehdi, der Salsatiger
      www.salsatiger.de
      salsatiger@email.de

      "Ein guter Freund ist der, der dich an die Melodie deines Herzens erinnert, wenn du sie vergessen hast."

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