News rund um Lateinamerika

      SURAMERICA: Südamerikas Katholiken - Stütze des Heiligen Stuhls (07.04.2005)

      Selbst der letzte wackere Kommunist in der westlichen Hemisphäre, der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro, nannte den verstorbenen Papst Johannes Paul II. seinen Freund. Doch bei aller Freundschaft: Wer die meisten Katholiken stellt, finden die Lateinamerikaner, der hat auch verdient, den Papst zu stellen.


      Lateinamerika weint fast geschlossen um den Papst, selten schien der Subkontinent so vereint zu sein. Südlich des Rio Grande werden seit dem Tod von Johannes Paul II. gewaltige Gottesdienste gefeiert, vor allem in Brasilien und Mexiko.

      In der Basilika von Aparecida im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo und um sie herum versammelten sich 50000 Gläubige; am Wallfahrtsort der Jungfrau von Guadelupe in Mexiko-Stadt drängten sich Zehntausende vor der Statue von Karol Wojtyla, die dort zu seinen Lebzeiten errichtet wurde.

      Eine mexikanische Sportzeitung hob den verstorbenen Heiligen Vater auf den Titel und bezeichnete ihn als "Führungsfigur". Staatschefs würdigten sein Werk, erließen tagelange Staatstrauer - sogar Kubas Präsident Fidel Castro, der ihn einen "unvergesslichen Freund" nannte und im Kondolenz-Buch der Nuntiatur von Havanna eine ganze Seite voll schrieb.

      Marxisten und rechte Tyrannen

      In diesen Momenten bestätigt die Region ihren Ruf, die weltgrößte Bastion des Heiligen Stuhls zu sein. Immerhin leben fast die Hälfte aller Katholiken zwischen der US-Grenze und Feuerland, ungefähr eine halbe Milliarde Menschen, bald wird es die Mehrheit sein.

      Die Missionare aus den Mutterländern der ehemaligen Kolonien, vor allem Spanien und Portugal, haben dort ganze Arbeit geleistet.

      In Mexiko folgen 92 der 100 Millionen Einwohner dem Papst, der das Land fünfmal besuchte. Brasilien ist mit mehr als 140 Millionen Gläubigen sogar die größte katholische Nation, Tendenz jedoch fallend.
      Trost unterm Kreuz

      Auch Kleinstaaten wie Honduras und Guatemala sind Hochburgen, vor allem das verarmte Gros der Bevölkerung sucht Trost unter dem Kreuz. So mag Lateinamerika für politische Geostrategen von nachrangiger Bedeutung sein - für den Vatikan ist es ein Zentrum.

      Das beeindruckte auch die Politik. Die Anhänger des Papstes reichen von rechtsradikalen Tyrannen wie dem Chilenen Augusto Pinochet bis hin zu mehr oder weniger überzeugten Sozialisten. Brasiliens Präsident Lula, ein geläuterter Marxist, schätzte den Oberhirten als Mitstreiter im Kampf gegen den Hunger und als Gegner des Irak-Kriegs.

      Als US-Kritiker überzeugte der Papst selbst Castro, der ihn 1998 auf der offiziell atheistischen Zuckerinsel empfing. Die Menschheit werde sich immer an seinen "unermüdlichen Einsatz für den Frieden, die Gerechtigkeit und Solidarität zwischen den Völkern" erinnern, schrieb Kubas Maximo Lider nun.

      Gott und Sandinisten

      Auch Venezuelas gläubiger Präsident Hugo Chavez betrachtete den Oberhirten als Verbündeten im Kampf gegen die Globalisierung, die viele Lateinamerikaner ablehnen.

      Die Kirche ist die führende karitative Einrichtung Lateinamerikas, sie vermittelt in Kolumbiens Bürgerkrieg. Allerdings ging Johannes Paul II. manches zu weit.


      Legendär ist seine Moralpredigt

      Nicaraguas Priester, Poeten und Politiker Ernesto Cardenal. Am Flughafen von Managua rüffelte er 1983 mit erhobenem Zeigefinger den Rebellen, der für die siegreichen Sandinisten die Kalaschnikow geschultert hatte und damals Kulturminister war.


      "Theologische Kreativität und Freiheit"

      Karol Wojtyla mochte keine allzu politischen Geistlichen unter Führungspersönlichkeiten. Und er mochte keine Querdenker, von denen die Lehre anders ausgelegt wurde, als er sie selber bestimmte.

      Sein Diktat in den Fragen der christlichen Moral brachte den temperamentvollen Polen in Konflikt mit diversen Befreiungstheologen, die angesichts der sozialen Ungerechtigkeiten in Lateinamerika traditionell stark vertreten sind.

      Dem Brasilianer Leonardo Boff verbot die Kurie wegen seiner streitbaren Ideen zu predigen und zu veröffentlichen, worauf Boff das Priestergewand auszog. "Die theologische Kreativität und Freiheit" sei unter dem Pontifex "sehr schwierig" geworden, klagte der Franziskaner Boff.


      Wichtigster Bibel-Produzent

      Die Hardliner von Opus Dei waren Wojtyla wesentlich willkommener; so genoss der peruanische Kardinal Juan Luis Ciprani bei ihm mehr Sympathie als der peruanische Befreiungstheologe Gustavo Gutierrez. Als brasilianische Bischöfe 2000 den Einsatz von Kondomen gegen Aids empfahlen, pfiff sie der Gralshüter der Kurie zurück.

      Zu besichtigen sind die Folgen vor allem in Brasilien, das sexuell freizügigere Vorstellungen hat. Das Riesenreich ist zwar der bedeutendste Produzent und Verbreiter von Bibeln; im Jahr 2002 wurden laut Statistik mehr als 8,5 Millionen Exemplare gedruckt.

      Die Nachfrage liegt indes nicht zuletzt am Zulauf der protestantischen Freikirchen, besonders der so genannten Pfingstkirchen, die der katholischen Kirche immer mehr Schäfchen abjagen. Mindestens 25 Millionen Mitglieder gehören den verschiedenen Ausrichtungen bereits an, am meisten boomen das "Universale Königreich Gottes" sowie die "Götterversammlung"; sie sind entsprechend wohlhabend.


      21 Kardinäle für die Konklave

      In einer schlichten, aber bekannten Kirche in der mexikanischen Region Chiapas wiederum erleben Touristen, wie indianische Gläubige den katholischen Heiligen den Rücken zukehren und auf strohbedecktem Boden ihre eigenen Riten pflegen; Reaktionen auf 500 Jahre Kolonisierung und Unterdrückung.

      Dennoch nannte Johannes Paul II. Lateinamerika den "Kontinent der Hoffnung", als er 2002 noch einmal Mexiko und Guatemala bereiste und einen Ureinwohner heilig sprach, den Mexikaner Juan Diego. 21 Kardinäle aus der Region fliegen nun nach Rom, um den Nachfolger des Papstes zu wählen.

      Besonders dem Brasilianer Claudio Hummes und Oscar Rodriguez aus Honduras wird zugetraut, ihn zu beerben. Wer die meisten Katholiken stellt, finden die Lateinamerikaner, der hat auch den Papst verdient.
      Das absolute Wissen führt zu Pessimismus; die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      EU/Kuba: US-Kritik an EU für beendete Kuba-Sanktionen (07.04.2005)

      Die US-Regierung hat die EU für ihre Entscheidung kritisiert, Sanktionen gegen Kuba auszusetzen.


      Trotz aller Gespräche mit Kubas Präsident Fidel Castro habe es keinerlei demokratische Entwicklung gegeben, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher, am Dienstag in Washington.

      Die USA seien besorgt, dass die Entscheidung der Europäischen Union ohne die geforderte Freilassung von Oppositionellen aus kubanischen Gefängnissen letztendlich nur die "Hardliner des Regimes bestärkt" und die friedliche Opposition entmutige. Ein "konstruktiver Dialog" mit Castro sei nicht möglich, so Boucher. Die US-Regierung habe es mehrfach versucht.

      Die EU hatte im Juni 2003 nach der Verhaftung von Oppositionellen die Besuche hochrangiger kubanischer Politiker in der EU gestoppt und auch selbst keine Spitzenpolitiker mehr nach Kuba geschickt. Am Montag wurden die Maßnahmen "vorübergehend" ausgesetzt.

      Die EU-Außenminister beschlossen in Brüssel allerdings auch, dass Kontakte mit hochrangigen Vertretern der kubanischen Opposition intensiviert werden sollten
      Das absolute Wissen führt zu Pessimismus; die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      KUBA: Staatstrauer auf Kuba (07.04.2005)

      Auch das offizielle Kuba trauert um den Papst. Staats- und Parteichef Fidel Castro hat nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. eine dreitägige Staatstrauer auf Kuba angeordnet. Der Verstorbene sei ein "Freund Kubas" gewesen, erklärte Castro in der Nacht auf Sonntag.


      Castro erlaubte auch zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen Kardinal Jaime Ortega, dem Erzbischof von Havanna, eine Botschaft an die Gläubigen der Karibikinsel über das vom kommunistischen Regime kontrollierte staatliche Fernsehen zu verbreiten.

      Der verstorbene Papst hatte Kuba im Jänner 1998 einen historischen Besuch abgestattet. Vor etwa drei Monaten hatte Johannes Paul II. einen Appell an die USA gerichtet, das Wirtschaftsembargo gegen die Insel aufzuheben, das eine "wirkliche Entwicklung" in Kuba verhindere.

      Kubas Außenminister Felipe Perez Roque verlas sichtlich bewegt im Fernsehen eine Botschaft des "Beileids, des Respekts und der Solidarität gegenüber der katholischen Gemeinschaft in Kuba und der übrigen Welt". Kuba habe Johannes Paul II. immer als Freund betrachtet, der sich für die Armen eingesetzt und der gegen den Neoliberalismus sowie für den Frieden gekämpft habe.

      "Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität"

      Laut der Missionsagentur Misna schickte Castro an Vatikan-Staatssekretär Kardinal Angelo Sodano eine Kondolenzbotschaft. "Ich möchte das tief empfundene Beileid des Volkes und der Regierung Kubas zu Ausdruck bringen. Die Menschheit wird immer eine bewegende Erinnerung an die unermüdliche Arbeit Seiner Heiligkeit Johannes Paul II. behalten, die er für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Solidarität unter den Völkern geleistet hat". Der Besuch des Heiligen Vaters auf Kuba werde "in unserem Land immer in Erinnerung bleiben", schrieb der "Maximo Lider" und "Comandante en Jefe".

      Unmittelbar nach der Bekanntgabe des Todes des Papstes fanden sich hunderte Gläubige in der Kathedrale der Hauptstadt Havanna und in vielen anderen Städten zum Gebet ein.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      VENEZUELA: Venezuelas Chavez nervt die USA (28.04.2005)


      Chavez wirft Washington vor, Mordpläne gegen ihn zu hegen und im Jahr 2002 den Putsch gegen ihn unterstützt zu haben, bei dem er für 48 Stunden von der Staatsspitze vertrieben wurde.

      Nach der Aufkündigung der militärischen Zusammenarbeit durch Venezuela wird in Washington eine härtere Gangart gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez erwogen. Die "New York Times" berichtete am Dienstag unter Berufung auf einen Kongressabgeordneten, in der US-Regierung mache sich die Überzeugung breit, dass eine vernünftige Beziehung nicht möglich sei.

      "Wir haben ihm ein stärker pragmatisch ausgerichtetes Verhältnis angeboten", sagte der republikanische Abgeordnete, der für Lateinamerika-Fragen zuständig ist. "Aber wenn sie das nicht wollen, dann können wir auch auf Konfrontationskurs gehen."

      Bereits Strategien ausgearbeitet

      Dem Bericht zufolge hat eine Task Force in Washington bereits Strategien für eine härtere Gangart gegen Caracas ausgearbeitet. Dazu zähle die Unterstützung von Oppositionsgruppen in Venezuela sowie von Nachbarstaaten, die sich von Chavez distanzieren und ihn somit isolieren könnten. Der venezolanische Präsident will im kommenden Jahr erneut zur Wahl antreten.

      Angespannte Beziehungen

      Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit Chavez‘ Amtsantritt 1999 angespannt. Der venezolanische Präsident wirft Washington vor, Mordpläne gegen ihn zu hegen und im Jahr 2002 den Putsch gegen ihn unterstützt zu haben, bei dem er für 48 Stunden von der Staatsspitze vertrieben wurde.

      Am Sonntag erklärte Chavez die militärische Zusammenarbeit mit den USA nach 35 Jahren für beendet. Ein Teil der US-Militärausbilder habe innerhalb der venezolanischen Armee eine "kleine Kampagne" gegen Venezuela gestartet, erklärte er.

      Venezuela exportiert täglich 1,5 Millionen Barrel Erdöl in die Vereinigten Staaten. Washington wirft Chavez unter anderem seine Nähe zum kommunistisch regierten Kuba vor. Dorthin wollte der venezolanische Präsident am Mittwoch reisen.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      ECUADOR: OAS untersucht in Ecuador Absetzung des Präsidenten (28.04.2005)

      Eine Delegation der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat am Mittwoch in Ecuador begonnen, die Umstände der Absetzung von Präsident Lucio Gutiérrez zu untersuchen.


      Die OAS verlangt Aufklärung darüber, weshalb der Kongress am vergangenen Mittwoch den amtierenden Staatschef abgesetzt hat. Gutiérrez flüchtete inzwischen mit seiner Familie nach Brasilien. Nachfolger von Gutiérrez wurde Vizepräsident Alfredo Palacio.

      Die neunköpfige OAS-Delegation wird vom Vorsitzenden des Ständigen Rates der Organisation, Alberto Borea, und Generalsekretär Luigi Einaudi geleitet. Die Entsendung der Delegation nach Ecuador wurde vorigen Freitag beschlossen. Damit macht die OAS erstmals von der inter-amerikanischen Charta für Demokratie Gebrauch, die in heiklen Situationen die Entsendung von Untersuchungsdelegationen in einen Mitgliedstaat erlaubt. Eine explizite Anerkennung des neuen Präsidenten vermied die OAS bisher.

      Auslieferung verlangt

      Der Absetzung von Präsident Gutiérrez waren tagelange zum Teil gewaltsame Proteste vorausgegangen. Viele Ecuadorianer verlangen, dass Gutiérrez wegen Machtmissbrauchs vor Gericht gestellt wird. Er selbst bezeichnete seine Absetzung als verfassungswidrig. Gutiérrez ist schon der dritte Präsident in Ecuador binnen acht Jahren, der des Amtes enthoben wurde. Er wurde 2002 zum Präsidenten gewählt.

      Ecuador verlangt von Brasilien die Auslieferung des Expräsidenten. Einen entsprechenden Antrag kündigte der neue Staatschef Palacio am Dienstag in einem Interview der brasilianischen Tageszeitung «O Globo» an.

      Das Parlament in Quito schloss unterdessen elf Abgeordnete aus, die sich hinter Gutiérrez gestellt hatten. Die Entscheidung erfolgte mit 72 Ja-Stimmen bei nur einer Gegenstimme und acht Enthaltungen. Das Parlament berief sich dabei auf einen Verfassungsartikel, der eine Amtsenthebung von Abgeordneten wegen unethischen Verhaltens zulässt. Der neu gewählte Parlamentspräsident Wilfrido Lucero erklärte, korrupte Abgeordnete würden im künftigen Kongress nicht mehr zugelassen.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      KUBA: Kubaner züchten Tabak mit weniger Teer und Nikotin (28.04.2005)

      Kubanische Forscher vom staatlichen Tabakforschungsinstitut (IIT) haben einen Tabak mit geringerem Teer- und Nikotingehalt entwickelt.


      Er soll die Zigaretten für den heimischen Markt weniger gesundheitsschädlich machen und weist eine Reihe weiterer Vorteile auf. So ist er widerstandsfähiger gegen Dürre, Schädlinge und Krankheiten. Zudem ist er mit einer Ernte von bis zu drei Tonnen pro Hektar besonders ertragreich.

      Auch dieser Tabak mit dem Namen IT 2004 soll in Kuba nach traditionellen Methoden angebaut werden. Kubanische Tabakexperten lehnen jede Form von genetischer Manipulation ab und vertreten die Auffassung, dass die schädliche Wirkung von Tabak nicht nur von der jeweiligen Sorte abhängt, sondern auch von der Art der Anpflanzung, Bewässerung, Düngung und der Verarbeitung nach der Ernte.

      Angebaut wird auf Kuba derzeit ausschließlich Tabak, der verhältnismäßig resistent gegen den sich rasant ausbreitenden Blauschimmel ist; auch dies ein Forschungserfolg des IIT. Insgesamt wächst er in dem Karibikstaat auf 39.000 Hektar.

      Tabak ist auf Kuba, wo 30 Prozent der 11 Millionen Einwohner rauchen, auch für ein Drittel aller Krebstoten verantwortlich. Und Krebs ist die zweithäufigste Todesursache. Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 5 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens.

      Auch die Regierung in Havanna hat die Zeichen der Zeit erkannt und geht trotz der hohen Einnahmen durch Tabak gegen das Laster vor. Seit Februar ist es auf der Karibikinsel verboten, in geschlossenen öffentlichen Räumen - so in Kinos, Theatern, Krankenhäusern und Sporteinrichtungen - zu rauchen. Warnhinweise finden sich auf kubanischen Zigarettenschachteln schon seit den 70er-Jahren.

      Besonders strikt werden die Antirauchermaßnahmen eingehalten, seit Kuba im letzten Mai die Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (FCTC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnet hat. Das im letzten Februar in Kraft getretene Abkommen bezieht sich unter anderem auf Werbung und Warnung, Sponsoring und Preise.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      Kuba erhöht Mindestlohn um 125 Prozent (28.04.2005)

      Das kommunistische Kuba will die Mindestlöhne vom 1. Mai dieses Jahres an um 125 Prozent erhöhen.


      Dies teilte Präsident Fidel Castro in der Hauptstadt Havanna mit. Betroffen seien insgesamt rund 1,6 Millionen Arbeiter und Beschäftigte, die derzeit zwischen 100 und 225 Pesos monatlich verdienen, kündigte der 78-Jährige im kubanischen Fernsehen an. Die Massnahme werde den Staat jährlich knapp über eine Milliarde Pesos kosten.

      Castro hatte in den vergangenen Wochen mehrfach von einer bevorstehenden Überwindung der wirtschaftlichen Engpässe gesprochen. Kuba hofft unter anderem, durch einen verstärkten Handelsaustausch mit China und Venezuela mehr Geld zu verdienen. Gestiegen sind vor allem auch die Einnahmen des Inselstaates durch den Verkauf von Nickel und durch den Tourismus.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      KOLUMBIEN: Wieder Tote bei Kämpfen in Kolumbien (12.05.2005)

      Bei neuen Kämpfen und Überfällen in Kolumbien sind mindestens 13 Menschen, darunter fünf Zivilisten, getötet worden.

      Sieben rechte Paramilitärs seien in der Provinz Magdalena im Norden des Landes bei einem Gefecht mit einer abtrünnigen paramilitärischen Einheit erschossen worden, teilten die Streitkräfte am Dienstag mit.

      In dem Ort Mongui in der Provinz Guajira erschossen Paramilitärs drei Zivilisten. Dabei sei auch einer der Angreifer getötet worden. Rebellen der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) brachten in der Provinz Antioquia zwei weitere Zivilisten um und setzten deren Haus in Brand.

      Die Rebellen und die Paramilitärs machen sich gegenseitig die Kontrolle über den lukrativen Drogenhandel streitig, an dem auch Polizei und Militär mitverdienen. Die Gewalt in dem südamerikanischen Land dauert schon mehr als 40 Jahre an, und eine Befriedung ist nicht absehbar
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      VENEZUELA: Venezuela fördert weniger Öl als mit der Opec vereinbart (12.05.2005)

      Die Lage in der venezolanischen Erdölindustrie spitzt sich zu. Letzte Woche hatte der linksnationalistische Präsident Hugo Chavez zum ersten Mal zugegeben, daß die Förderquote unter dem von der Opec fixierten Level liege und die Besetzung eines Teils der im Westen liegenden Ölfelder durch venezolanisches Militär angeordnet.


      Energieminister Rafael Ramirez behauptete dann allerdings, daß keine "Militarisierung der Ölindustrie" stattfände, während Verteidigungsminister Jorge Luis Garcia Carneiro den Einsatz des Militärs bestätigte.

      Sein Ministerium hatte zuvor das Gerücht gestreut, der amerikanische Geheimdienst CIA betreibe Sabotage in den Ölanlagen, durch die die Förderkapazität empfindlich getroffen würde. Vor dem Streik Ende 2002, der sich gegen Chavez richtete, wurde in den westlichen Ölfeldern 1,4 Mio. Barrel täglich gefördert. Chavez bekräftigte nun, diese Produktion liege "um 100 000 Barrel niedriger". Allerdings heißt es aus Kreisen der Ölgewerkschaft die Produktion liege "weit darunter" und weniger als die Hälfte der Öllöcher produzierten überhaupt noch.

      Erst vor zehn Tagen hatte Chavez die über 30 Jahre dauernde militärische Zusammenarbeit zwischen Caracas und Washington aufgekündigt. Nun fragt sich, ob er die Produktionsengpässe bei der staatlichen Ölholding PDVSA zu einem Abbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nutzen will. Heinz Mewes, Chefökonom der Dresdner Bank Lateinamerika (DBLA), ist davon überzeugt, daß Chavez "solche Gedankenspiele" hat.

      Venezuela liegt als Erdölförderland weltweit an achter, bei den Ölreserven an siebter Stelle. Für die Vereinigten Staaten ist Kanada längst der wichtigste Lieferant geworden. Für Venezuela allerdings sind die Vereinigten Staaten immer noch der wichtigste Handelspartner. Erdölminister Ramirez hat angekündigt, daß die Regierung bestehende Ölkontrakte aus den Jahren 1992 bis 1997 ändern will. Eine venezolanische Kapitalmehrheit von 51 Prozent soll durchgesetzt und die Steuerschraube für Ausländer drastisch angezogen werden. Diese sollen in Zukunft nicht mehr 32,5 Prozent sondern 50 Prozent Einkommensteuer zahlen.

      Ende der neunziger Jahre förderte Venezuela gut drei Mio. Barrel täglich. Nach der politischen Krise 2002/2003 konnten diese Zahlen nie mehr erreicht werden und liegen nun bei gut zwei Mio. Nach einem dramatischen Einbruch des venezolanischen Wirtschaftswachstums um minus 7,7 Prozent im Jahre 2003 verzeichnete das Land mit einem Anstieg des Bruttoinlandproduktes um 17,3 Prozent im letzten Jahr das höchste Wirtschaftswachstum der Region. Allerdings wird es nach DBLA-Schätzung in diesem Jahr nur noch sechs Prozent betragen.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      KUBA: Castro sperrt 400 Jugendliche ein (12.05.2005)

      In Kuba sind rund 400 Jugendliche präventiv eingesperrt worden. Ihnen werde lediglich vorgeworfen, eine Gefahr darzustellen, protestierte eine Menschenrechtsorganisation.


      Die kubanische Regierung unter Diktator Fidel Castro habe den "politischen Fischzug" im Januar unter dem Motto "Operation der Eindämmung" begonnen, teilte die Kubanische Kommission für Menschenrechte mit. Die Festnahmen der meist jugendlichen Verdächtigten seien bis zum April erfolgt.

      "Unsere Kommission hält alle diese eingesperrten Personen für juristisch unschuldig, weil sie kein spezielles Delikt begangen haben", heißt es in einer Mitteilung der Dissidenten. "Wir fordern ihre sofortige Freilassung." Die Festnahme der Heranwachsenden nur unter dem Verdacht, eine Gefahr darzustellen, verstoße auch gegen in Kuba geltende Gesetze.
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      KOLUMBIEN: FARC richtet Blutbad in Rathaus an (26.05.2005)

      Im Süden Kolumbiens haben FARC-Rebellen ein Rathaus angegriffen und sechs Ratsmitglieder und einen Polizisten getötet.

      Rebellen haben im Süden Kolumbiens ein Rathaus angegriffen und ein Blutbad unter Abgeordneten und Polizisten angerichtet. Nach Angaben der Polizei drangen die Guerilleros der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in der Ortschaft Puerto Rico im Bezirk Caquetá schwerbewaffnet in einen Sitzungssaal ein, zündeten Granaten und töteten mindestens sieben Menschen.

      Unter den Toten sind demnach sechs Ratsmitglieder und ein Polizist. Fünf weitere Menschen seien bei der Attacke verletzt worden. Nach Aussagen eines Zeugen waren nach den Detonationen Schüsse zu hören.

      Die Rebellen seien mit einem Lieferwagen in den Ort gekommen, hätten die Ratsmitglieder getötet und seien anschließend geflohen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Unter den Verletzten seien auch ein Reporter eines örtlichen Fernsehsenders und drei weitere Abgeordnete. Die Luftwaffe sei mit Flugzeugen und Hubschraubern auf der Suche nach den Angreifern, sagte ein Armeegeneral.

      Puerto Rico liegt nahe der Stadt San Vincente de Caguan im Zentrum der entmilitarisierten Zone, wo zwischen 1999 und 2002 Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen stattgefunden hatten.

      In Kolumbien kämpfen Paramilitärs, linksgerichtete Guerillagruppen und Armee seit vier Jahrzehnten gegeneinander. In dem Konflikt wurden bisher mehr als 200.000 Menschen getötet. Die FARC ist mit rund 17.000 Kämpfern die größte Guerilla-Organisation in Kolumbien.
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      VENEZUELA: Venezuela will auch Atomenergie (26.05.2005)

      Anstatt die Verbreitung von nuklearen Massenvernichtungsmitteln einzudämmen, hat die Politik der Bush-Regierung eher für deren Verbreitung gesorgt.


      Trotz aller Drohungen hat es die US-Regierung bislang nicht erreicht, dass die beiden übrig gebliebenen Staaten der "Achse des Bösen", Nordkorea und Iran, ihre Atomprogramme aufgeben.

      Während Nordkorea direkt mit Atomwaffen oder deren Entwicklung droht, beharrt Iran auf seinem angeblich zivilen Atomprogramm, auch wenn die Vermutung tatsächlich nicht fern liegen dürfte, dass die iranische Regierung gerade nach dem Exempel Irak und durch die Einklammerung zwischen Afghanistan und dem Irak den Schutz von Atomwaffen suchen dürfte.

      Nun meldet auch Venezuela den Wunsch an, Atomenergie für zivile Zwecke nutzen zu wollen und macht alles noch komplizierter.

      Besonders glücklich agiert die Bush-Regierung nicht, wenn sie tatsächlich beabsichtigt, die Proliferation von Atombomben verhindern zu wollen. Mit der Vorwärtsverteidigung gegenüber dem Irak, der über entsprechende Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen verfügen sollte, tatsächlich aber schon lange keine mehr hatte, hat sich die US-Regierung womöglich einen Bärendienst in Sachen Glaubwürdigkeit geleistet. Wer soll nun noch Vertrauen in die Behauptungen der politisch gelenkten US-Geheimdienste haben, wenn sie berichten, dass Nordkorea womöglich bereits Atombomben besitzt und der Iran dies anstrebt?

      Fatal ist aber auch, dass die USA den Ländern den Rücken deckt, die bereits Atomwaffen besitzen, aber den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben. Warum hätten sie dies auch tun sollen? Israel, Indien und Pakistan sind Verbündete der USA, zumindest will man es sich mit diesen Ländern nicht ganz verderben, die geopolitisch wichtige Positionen besetzen. Diese Atommächte werden faktisch anerkannt, während andere Länder, die später dran sind, an der Aufrüstung gehindert werden sollen.

      Die US-Regierung hat nicht nur Schwierigkeiten, mit den Problemen in Afghanistan und im Irak tatsächlich Nordkorea und Iran mit militärischen Mitteln zu drohen, auch China und Russland sind auf Distanz gegangen und werden ohne weiteres keine Resolutionen des UN-Sicherheitsrates akzeptieren. Europa will eine erneute Konfrontation vermeiden und setzt eher auf Verhandlungen mit Angeboten, statt auf Drohungen, die vermutlich gar nicht eingelöst werden können.

      Fatal ist aber für den durchaus vernünftigen Wunsch nach einer Verhinderung der weiteren atomaren Aufrüstung, dass die anerkannten Atommächte, die im UN-Sicherheitsrate permanente Sitze mit Veto-Recht haben, keine Bereitschaft zeigen, im Gegenzug zur Nichtaufrüstung der anderen Staaten ihre Atomwaffen abzurüsten, wie dies im Atomwaffensperrvertrag vereinbart ist. Die gerade stattfindenden Gespräche zeigen, dass es hier keine wirkliche Bewegung geben wird (Verhandlungspoker um Massenvernichtungswaffen).

      Und solange die USA nicht abrüsten, sondern neue Atomwaffen entwickeln wollen, die zudem auch in konventionellen Kriegen als "bunker buster" eingesetzt werden können (Es gibt keine harmlosen Mini-Nukes), werden auch die anderen Atommächte keinen Schritt in Richtung Abrüstung machen, sondern umgekehrt über Aufrüstung nachdenken - wie dies auch bei den Staaten nahe liegt, die sich durch die USA, aber auch durch China und Russland oder Großbritannien und Frankreich sowie Israel, Pakistan oder Indien bedroht sehen.

      Nachdem Nordkorea und der Iran nun schon seit geraumer Zeit Katz und Maus mit den USA spielen, weil sie wissen, dass eine militärische Intervention, die dem Angriff auf den Irak gleichkäme, derzeit militärisch und politisch nicht möglich ist, scheint dieses Spiel jetzt auch der Gegenspieler von Bush in Lateinamerika aufzunehmen. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez nutzt den von der US-Regierung praktizierte doppelten Maßstab aus. Letzten Sonntag kündigte er den Abbruch der offiziellen Beziehungen mit den USA an, wenn diese nicht das bilaterale Abkommen einhalten und Luis Posada Carriles ausliefern. Dieser hatte am gescheiteren Angriff in der Schweinebucht teilgenommen und war maßgeblich an einigen Terroranschlägen beteiligt, unter anderen auf ein Flugzeug, wobei 73 Menschen den Tod fanden (Fluchthelfer Washington). Die USA haben den Mann wegen illegaler Einreise festgenommen, wollen ihn aber nicht nach Kuba oder Venezueala ausliefern.

      Neben dieser Drohung, die Bush vor ein Dilemma stellt, hat Chavez gleich eine weitere Eskalation eingeleitet. Venezuelas gewählte Regierung, die durch ein Referendum bestätigt wurde, rüstet derzeit nicht nur mit Waffeneinkäufen in Spanien und Russland auf (Kriegsvorbereitungen in Venezuela), sondern versucht auch, eine Koalition linker Regierungen in Lateinamerika zu bilden. Gleichzeitig bändelt Chavez mit den Gegnern der USA weltweit an, darunter auch mit dem Iran. Erst vor kurzem hatte Chavez den Iran besucht und sich hinter dessen angeblich ziviles Atomprogramm gestellt. Letzen Sonntag sprach er nun aber auch davon, dass Venezuela gleichfalls die zivile Nutzung der Atomenergie anstrebt.

      Venezuela ist ein Land, das sehr viel Erdöl besitzt, aber wenn wir die technische und finanzielle Möglichkeit gegenwärtig haben, werden wir diese Energieform aufgreifen, weil es ein Weg ist, die Energiequellen zu diversifizieren.

      Venezuela, der fünftgrößte Erdölexporteur der Erde, ist allerdings selbst bislang nicht abhängig vom Öl. Dreiviertel des Stroms werden durch Wasserkraftwerke erzeugt. Das Land braucht keine Atomenergie. Aber Chavez sagt, dass Venezuela dennoch, ebenso wie Brasilien oder Argentinien, in Zukunft auf Atomenergie angewiesen sein könnten und diese Technik nutzen müssten. Brasilien, das selbst schon unter Druck geraten ist, hält sich jedoch zurück und erklärt, dass man nicht mit Ländern - gemeint ist wohl der Iran - kooperieren werde, die die internationalen Verträge nicht einhalten.

      In Argentinien zeigte man sich an einer Kooperation allerdings interessierter. Wie auch immer, mit der Provokation von Chavez wird das Spiel um Auf- und Abrüstung sowie um die Kontrolle der Atomtechnik noch schwieriger und die Welt wieder ein Stück gefährlicher.
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      KUBA: Kubas Opposition greift Fidel Castro offen an (26.05.2005)

      Zum Abschluß des ersten großen Dissidentenkongresses in Kuba haben die Oppositionellen in ungewöhnlich scharfen Worten mehr Demokratie gefordert und Staatschef Fidel Castro angegriffen.


      Die Regierung des "Máximo Líder" sei "stalinistisch, totalitär und klar antidemokratisch", erklärten die 168 Delegierten aus 14 Provinzen des Inselstaats.

      In ihrer ungewöhnlich offenen und im Ton scharfen Abschlußerklärung verlangten die Oppositionellen die Freilassung politischer Gefangener sowie die Aufhebung und Abschaffung der Todesstrafe. Kuba müsse zu "demokratischen Traditionen" zurückkehren. Die Delegierten beschuldigten die Regierung der "Manipulation der Massen". Durch Zuteilung von Lebensmitteln würden die Menschen in Abhängigkeit gehalten.

      Das zweitägige Treffen, das auch von westlichen Diplomaten besucht wurde, verlief friedlich und unbehelligt von Sicherheitskräften.

      Die in Río Verde, einem südwestlichen Vorort von Havanna tagende "Versammlung zur Förderung der kubanischen Zivilgesellschaft" (APSC) präsentiert sich als Dachverband von etwa 360 Gruppierungen. Mehr als 15 Dissidentengruppen blieben der Versammlung jedoch fern - zum Teil, weil sie deren zu große Nähe zu den USA und rechtsgerichteten exilkubanischen Organisationen kritisierten.

      Die Dissidenten wählten ein 36-köpfiges Führungsgremium. Ihm stehen wiederum die Wirtschaftswissenschaftlerin Marta Beatriz Roque, der Anwalt René Gómez Manzano und der Ingenieur Félix Bonne vor. Roque war die einzige Frau unter 75 Dissidenten, die 2003 während einer Verhaftungswelle ins Gefängnis kamen. Sie wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, aber wegen Gesundheitsproblemen bereits 2004 wieder entlassen. Unmittelbar nach ihrer Entlassung hatte sie mit der Organisation des Kongresses begonnen.

      US-Präsident George W. Bush erklärte sich in einer Videobotschaft solidarisch mit den Versammelten: "Die Welle der Freiheit breitet sich auf der ganzen Welt aus und wird in naher Zukunft auch Kuba erreichen", erklärte Bush. "Kein Tyrann kann für immer im Amt bleiben angesichts der Macht der Freiheit." Roque betonte, die Botschaft sei ein Zeichen der Anerkennung für die kubanischen Oppositionellen und kein Beweis für eine etwaige Abhängigkeit von den USA.

      An der Eröffnungssitzung am Freitag hatten Diplomaten aus Europa und den USA teilgenommen, unter ihnen der Chef der US-Interessenvertretung in Kuba, James Cason. Laut Roque hinderten die kubanischen Behörden mindestens 13 Personen an der Teilnahme des Kongresses. Entgegen der Befürchtungen der Dissidenten kam es während der Versammlung nicht zu Übergriffen seitens der Polizei.

      Im Vorfeld der Veranstaltung waren mehrere ausländische Politiker wegen ihrer geplanten Teilnahme aus Kuba ausgewiesen worden, unter ihnen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz. Nach seiner Abschiebung kritisierte Vaatz die EU-Politik gegenüber dem kommunistischen Land. Die Politik des "kritischen Dialogs" sei vollkommen gescheitert, sagte Vaatz dem Deutsche-Welle-Radio "Sie bedeutet Lebensgefahr für die kubanischen Dissidenten." Er forderte alle europäischen Staaten auf, "sich nicht zum Komplizen dieses Regimes zu machen" und die Wirtschafts-Sanktionen gegen Kuba wieder in Kraft zu setzen.
      Das absolute Wissen führt zu Pessimismus; die Kunst ist das Heilmittel dagegen.
      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph


      KUBA: Kuba duldet historische Dissidenten-Konferenz (26.05.2005)

      Vorab wurden europäische Parlamentarier des Landes verwiesen, die teilnehmen wollten - der Auftakt einer Dissidentenkonferenz auf Kuba aber ist ungestört verlaufen.

      Es war das erste Mal seit den sechziger Jahren, dass das Castro-Regime eine größere Versammlung Oppositioneller zuliess.

      Unter den Ausgewiesenen war auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz. Die Eröffnung der "Versammlung zur Förderung der Zivilgesellschaft" verlief am Abend jedoch ungestört. Organisatorin Martha Beatriz Roque erklärte, es sei die erste derartige Konferenz seit Amtsantritt von Staatschef Fidel Castro vor 46 Jahren. Rund 200 Dissidenten nahmen teil.

      Ziel des Treffens ist es, verschiedene Oppositionsgruppen zusammenzubringen, um über Wege zur Demokratisierung des Landes zu diskutieren. Der letzte Versuch, eine solche Konferenz zu organisieren, war 1995 gescheitert, weil die Behörden vorab 50 Dissidenten festnahmen.

      Bush-Botschaft abgespielt

      Bei der Veranstaltung wurde eine Botschaft von US-Präsident George W. Bush per Tonband eingespielt. "Ich habe eine Botschaft für die, die sich heute in Kuba zum Protest versammeln: Während Sie für die Freiheit Ihres Landes kämpfen, steht das amerikanische Volk hinter Ihnen", hieß es darin.

      Die Ausweisung der Europäer löste in deren Heimatländern und der EU Proteste aus. Außenminister Joschka Fischer verurteilte das Vorgehen entschieden. Der kubanische Botschafter wurde ins Berliner Auswärtige Amt zitiert und mit Nachdruck um "nähere Aufklärung des Vorfalls gebeten". Der CDU -Außenpolitiker Friedbert Pflüger forderte, die erst im Januar von der EU aufgehobenen Sanktionen gegen das kommunistische Land müssten wieder in Kraft gesetzt werden.
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      USA: Latino in Los Angeles gewählt (26.05.2005)

      Bei den Bürgermeisterwahlen in Los Angeles hat sich erstmals seit 1872 ein Latino-Kandidat durchgesetzt.

      Antonio Villaraigosa (52), Sohn mexikanischer Einwanderer, feierte nach Angaben der Los Angeles Times in der Nacht zum Mittwoch seinen Wahlsieg über den amtierenden weißen Bürgermeister James Hahn (54).

      Nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl am Dienstag hatte Villaraigosa mit 59 Prozent der Wählerstimmen seinen Widersacher deutlich überholt. Hinter Villaraigosa standen die Latinos, die fast die Hälfte der 3,7 Millionen Einwohner von Los Angeles, jedoch nur 22 Prozent der Wähler stellen.

      Hahn hatte in seinem Wahlkampf vor allem auf die sinkende Kriminalitätsrate während seiner Amtszeit verwiesen. Nach Umfragen der Los Angeles Times äußerten aber mehr als 70 Prozent der Wähler den Wunsch nach einer neuen Marschrichtung für ihre Stadt. Als letzter Latino-Bürgermeister in Los Angeles war Cristóbal Aguilar im Jahre 1872 aus dem Amt geschieden.
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      BOLIVIEN: Schwere Unruhen - Lage in Bolivien immer dramatischer
      10.06.05


      Der Kongress des Krisenlandes hat nach neuen blutigen Massenprotesten mit einem Todesopfer das Rücktrittsangebot des Präsidenten angenommen.
      Zum neuen Staats- und Regierungschef wurde in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) in Sucre der bisherige Präsident des Obersten Gerichts, Eduardo Rodríguez, ernannt. Die Chefs der beiden Kammern des Parlaments hatten zuvor unter dem Druck von Massenkundgebungen auf ihr verfassungsmäßige Recht auf die Nachfolge Carlos Mesas verzichtet.

      Laut Grundgesetz muss der oberste Verfassungsrichter nun als Interimspräsident innerhalb der nächsten sechs Monate Neuwahlen ausschreiben. Für Neuwahlen als einzigen Ausweg aus der Krise hatten sich unter anderem auch Mesa selbst, Oppositions- und Koka-Bauern- Führer Evo Morales sowie die katholische Kirche ausgesprochen. Vor allem Senatspräsident Hormando Vaca Diez hatte laut Medien bis zuletzt auf sein Nachfolgerecht beharrt und so den Beginn der Kongress-Sitzung am Donnerstag mehrfach hinausgezögert.

      Bolivien am Rande eines Bürgerkriegs?

      Mesa hatte sein Rücktrittsangebot am Montag präsentiert. Er warnte, das Andenland stehe am Rande eines Bürgerkriegs. Seit Wochen kommt es wegen des Streits um die Ausbeutung von Bodenschätzen zu Straßenblockaden und Massenprotesten. Am Donnerstag blieben alle 27 Flughäfen des Landes wegen eines unbefristeten Streiks gegen Vaca Díez geschlossen. Es herrscht bereits im ganzen Lande Lebensmittel- und Benzinknappheit. Die Demonstranten fordern die Verstaatlichung der Erdgasindustrie, damit die Erträge breiten verarmten Schichten des ärmsten Landes Südamerikas zugute kommen.

      Vaca Díez sagte, er verzichte auf das Nachfolgerecht, „für die Einheit unseres Volkes, damit die Zusammenstöße zu Ende gehen, damit Bolivien wieder zum normalen Leben zurückkehrt und damit unser Land die Ereignisse (der vergangenen Wochen) nie wieder erleben muss“. Kurz zuvor war bei Zusammenstößen mit der Polizei ein 52-jähriger Minenarbeiter in einem Vorort der Hauptstadt Sucre erschossen worden. Unruhen mit Verletzten gab es auch auf dem Hauptplatz Sucres.

      Traditionsparteien verhasst

      Angesichts der wochenlangen und teils gewaltsamen Massenproteste am Regierungssitz in La Paz hatten sich alle Fraktionen der beiden Parlamentskammern auf Sucre – etwa 600 Kilometer südlich von La Paz – als Tagungsstätte geeinigt. Tausende Demonstranten reisten aber am Donnerstag in die Hauptstadt, um gegen Vaca Díez zu protestieren und den Kongress unter Druck zu setzen. Gegen Vaca Díez, der als Vertreter der von einem Großteil der Bevölkerung gehassten Traditionsparteien und als enger Vertrauter des im Oktober 2003 aus dem Regierungspalast gejagten Präsidenten Gonzalo Sánchez de Lozada gilt, gab es am Donnerstag auch Proteste in La Paz und anderen Städten.

      Der 49-jährige Rodríguez ist bereits der dritte Präsident in weniger als zwei Jahren in Bolivien. Der Chef der Streitkräfte, Admiral Luis Aranda, hatte am Donnerstag zu sozialem Frieden und zur Respektierung der Entscheidung des Kongresses aufgerufen.
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      DOMINIKANISCHE REPUBLIK: DomRep verstärkt die Grenzkontrollen (09.06.2005)

      Die politische Lage in Haiti wird immer kritischer. Die Dominikanische Republik hat die Grenzkontrollen verstärkt.

      Angesichts der zunehmend instabilen Lage in Haiti haben sich die USA für eine Aufstockung der internationalen Truppen im Nachbarland der Dominikanischen Republik ausgesprochen. Alleine am Freitag und Samstag starben bei Polizeieinsätzen im Elendsviertel von Port-au Prince über 20 Menschen.

      Mitarbeiter des örtlichen Spitals sagten, nach Razzien der Polizei im Elendsviertel «Bel Air» seien die Leichen von insgesamt 20 Menschen eingeliefert worden. Anfang der vergangenen Woche war in Haiti ein französischer Diplomat erschossen worden.

      Am Mittwoch töteten Unbekannte bei einem Überfall auf einen Markt in der Hauptstadt Port-au-Prince zehn Menschen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden in den vergangenen sieben Monaten mehr als 630 Menschen getötet, die meisten von ihnen in der Hauptstadt.

      Für die meisten Übergriffe werden Anhänger des gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide verantwortlich gemacht. Aristide hatte im Februar vergangenen Jahres nach monatelangen Unruhen und auf Druck insbesondere der USA und Frankreichs das Land verlassen und sich ins Exil nach Südafrika begeben.
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      KUBA: Kubanischer Regisseur Vega gestorben (09.06.2005)

      Der kubanische Filmemacher Pastor Vega ist im Alter von 65 Jahren gestorben.

      Im Laufe seiner Karriere, die sich über vier Jahrzehnte spannte, wurde Vega mit Filmen wie «Ein Porträt von Teresa», «Vidas Paralelas» oder «Las Profecias de Amanda - die Prophezeiungen von Amanda» international bekannt.

      «Das kubanische Kino trägt Trauer», hiess es in einer am Donnerstag vom internationalen Pressezentrum in Havanna verbreiteten Erklärung.

      Über Todestag und -ursache wurde nichts mitgeteilt. Vegas war mit der kubanischen Schauspielerin Daisy Granado verheiratet, mit der er auch als Theaterdirektor zusammenarbeitete.



      KUBA/USA: Giftpfeile gegen Castro (09.06.2005)

      Bei einem Gipfel der Staaten des amerikanischen Kontinents hat der US-Präsident scharf gegen Fidel Castro geschossen.

      Nur ein Land auf dieser Erdhälfte gehört nicht zur Gesellschaft der demokratischen Länder", sagte George W. Bush am Montagbend (Ortszeit) in Fort Lauderdale. "Aber eines Tages wird die Welle der Freiheit auch Kubas Küsten erreichen."

      Kuba gehörte 1948 zu den 21 Gründerstaaten der Organisation amerikanischer Staaten (OAS), war aber 1962 wegen seiner kommunistischen Regierung ausgeschlossen worden. Die USA halten seit mehr als 40 Jahren ein Embargo gegen den Karibikstaat aufrecht.

      Streit gab es bei der Versammlung über einen Vorschlag der USA, die OAS mit stärkeren Befugnissen zur Stärkung der Demokratie in Lateinamerika auszustatten. Manche lateinamerikanische Delegierte sahen die US-Initiative aber vor allem als Versuch, stärkeren Einfluss auf die Entwicklung in Venezuela zu gewinnen, dessen Staatschef Hugo Chávez der Bush-Regierung schon seit langem ein Dorn im Auge ist. Chavez ist demokratisch gewählt, wird aber von den USA der diktatorischen Neigungen bezichtigt.

      Chavez ist auch ein Verbündeter von Kubas Staatschef Fidel Castro, dem Erzfeind der USA auf dem Kontinent.



      KUBA: Kubanische Fluechtlinge im Taxi nach Florida (09.06.2005)

      Das Taxi-Schild prangte noch auf dem Dach des Oldtimers. Die US-Küstenwache hat gestern in Florida ein zu einem Boot umgebautes kubanisches Mietauto mit 13 Männern an Bord aufgegriffen. Sie müssen zurück in ihre Heimat.

      Wie der TV-Sender NBC-6 in Miami berichtete, wurden die Flüchtlinge etwa 32 Kilometer vor Key West an der Südspitze Floridas auf dem offenen Meer aufgegriffen. Der Sender zeigte Bilder, auf denen zu sehen ist, wie die Küstenwache das Boot einkreist, während die Kubaner an Bord hektisch versuchen, die Autofenster zu schließen - offenbar, um ihr Vehikel für die Polizei unzugänglich zu machen. Der hellblaue Mercury aus dem Jahr 1949 war für die Reise von Kuba nach Florida mit einem Schiffsbug versehen worden.

      Die Küstenwache wollte die Aktion zunächst nicht kommentieren. In der Regel werden Kubaner, welche die US-Küste erreichen, nicht auf die kommunistisch regierte Insel zurückgeschickt. Jene Flüchtlinge, die auf dem offenen Meer gestellt werden, erhalten allerdings keine Aufenthaltserlaubnis und müssen zurückkehren.

      Bereits im Jahr 2003 hatten findige Bootsbauer einen hellgrünen Chevrolet Pickup, Baujahr 1951, zu einem seetauglichen Gefährt umgebaut. Auch sie erreichten die Küste der Vereinigten Staaten nicht und wurden zurückgeschickt. Damals hatte die Küstenwache das Boot versenkt.

      Im Februar 2004 unternahm derselbe Kapitän einen zweiten Versuch, illegal in die USA zu gelangen: Dieses Mal an Bord eines Buick. Er scheiterte erneut und verlegte seine Fluchtpläne aufs Land: Am 12. März gelangte der Mann zusammen mit seiner Familie von Mexiko nach Texas und durfte bleiben.
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      Argentinien mit 3:1 gegen Brasilien in die WM 2006 (09.06.2005)

      Mit einem 3:1 (3:0)-Sieg über Weltmeister Brasilien hat sich Argentinien als erste Mannschaft Südamerikas für die Fußball-WM 2006 in Deutschland qualifiziert.

      Der Gastgeber zeigte am Mittwoch vor 50.000 Zuschauern im Monumental- Stadion in Buenos Aires in der ersten Hälfte eine Galavorstellung.

      Mittelstürmer Hernan Crespo (3. und 40. Minute) und Roman Riquelme (18.) sorgten mit ihren Toren für die verdiente 3:0-Pausenführung. Für die in der zweiten Halbzeit besser auftretenden Gäste verkürzte Roberto Carlos per Freistoß in der 70. Minute. Nach dem 15. von insgesamt 18 Spieltagen des südamerikanischen Qualifikationsturniers führt Argentinien nun die Tabelle mit 31 Punkten an.

      Verfolger Brasilien (27 Punkte) sowie Ecuador (23) und Paraguay (22) haben die besten WM-Chancen. Die vier Ersten unter zehn Mannschaften qualifizieren sich direkt. Der Fünfte darf ein Relegationsspiel gegen ein Team aus Ozeanien bestreiten. In anderen Mittwochspielen verlor Ecuador mit 0:3 (0:2) in Barranquilla bei Kolumbien, das nun mit 20 Punkten Fünftplatzierter ist.

      Diesen Platz teilt sich Kolumbien mit den punktgleichen Chilenen, die Venezuela (15) zu Hause in Santiago mit 2:1 (1:0) bezwangen. Paraguay ließ unterdessen Schlusslicht Bolivien (13) daheim in Asuncion beim 4:1 (2:1)-Triumph keine Chance.

      Bereits am Dienstag hatten sich Peru (14) und Uruguay ( 18 ) in Lima 0:0 getrennt. Der 16. Spieltag ist erst für den 3. September angesetzt. Das südamerikanische Qualifikationsturnier wird in einer einzigen Gruppe von zehn Teams nach dem System "Jeder gegen Jeden" mit Hin- und Rückrunde ausgetragen.
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      KOLUMBIEN: 25 Soldaten in Kolumbien getötet (30.06.2005)

      Linksgerichtete Rebellen haben in Kolumbien mindestens 25 Soldaten getötet, wie die Streitkräfte mitteilten.


      Weitere 18 Soldaten wurden nach Zusammenstössen mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) am Samstag vermisst.

      Die Kämpfe begannen im südwestlichen Staat Putumayo, als bis zu 300 Aufständische einen Konvoi der Streitkräfte überfielen, wie General Carlos Lemus berichtete. Zudem seien Ölanlagen Ziel von Angriffen geworden. Dort starben 19 Soldaten.

      Bei einer Offensive der Regierungstruppen im Nordosten des Landes kamen weitere sechs ums Leben. Die FARC kämpft seit vier Jahrzehnten gegen die Regierung. Dem Konflikt fallen jedes Jahr mehr als 3‘000 Menschen zum Opfer
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      Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph